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Eine tiefgehende Analyse von j-hopes Album Jack In The Box

Als bekannt wurde, dass der Main-Dancer und Rapper von BTS ein neues Album herausbringen würde, war die Welt in gespannter Erwartung. Als die Konzeptfotos veröffentlicht wurden, gaben sie den Ton für die Erwartungen an das Album an. Sobald die Musikvideos zu MORE und Arson veröffentlicht wurden, waren alle Feuer und Flamme und wollten mehr. In die Produktion von Jack In The Box, dem neuesten Album von j-hope, ist viel Vorbereitung und Arbeit geflossen – von der Erstellung der Konzepte bis hin zur Produktion und weltweiten Vermarktung der Songs. Hier werden wir die Ideen genauer analysieren, die mit den Songtexten dazu beigetragen haben, die Geschichte von j-hopes Jack aufzubauen.


Das Cover von Jack In The Box stammt von KAWS, einem amerikanischen Künstler und Designer, der für seine Cartoon-Figuren bekannt ist – die Figuren haben in der Regel ein X als Augen und auch auf den behandschuhten Händen sowie zwei halbherzförmige Zöpfe auf beiden Seiten des Kopfes. Der Künstler arbeitete mit j-hope zusammen, um ein von KAWS inspiriertes Cover zu entwerfen, das das Jack-in-the-Box-Konzept von j-hope widerspiegelt.


Das Cover zeigt j-hope in einem schwarz-weißen Anzug, der so gemustert ist, dass er optischen Täuschungen wie in einem Spiegellabyrinth ähnelt. Außerdem sitzt er auf einer größeren Hand mit mehreren Händen, die sich ihm entgegenstrecken. All diese Bilder sind eine Stellungnahme zu j-hopes aktuellem Abschnitt seiner Karriere, die sich auf einem erfolgreichen Weg befindet, den er gemeinsam mit den Mitgliedern von BTS aufgebaut hat, und der ihm nun mehrere Möglichkeiten und Richtungen für seine Solowerke bietet. Man beachte auch das Farbschema dieses Covers, das bereits auf dem Cover seines ersten Mixtapes Hope World zu sehen war. J-hope wollte seinen Wurzeln treu bleiben, aber auch mehr mit den verschiedenen Konzepten spielen, die diese Farben ergänzen und sie zum Leben erwecken: Er verband 2D und 3D, um eine Tiefe wie bei einem Jack-in-the-Box (dt. „Schachtelmännchen“) zu schaffen.

Als die Konzeptfotos veröffentlicht wurden, waren die vorherrschenden Farben Schwarz und Weiß. Die ersten Konzeptfotos von j-hope waren mit schwarz-weißen Overalls. Bezeichnend ist der Kontext, in dem er sie trägt. Im Musikvideo zu MORE trägt er schwarze Overalls, wenn er sich in den Büroräumen bewegt, während er im Raum mit seiner Band weiße Overalls trägt. In der Vergangenheit wurden die Farben Schwarz und Weiß mit dem Thema Dunkelheit gegen Licht in Verbindung gebracht. In diesem Fall entsprechen die schwarzen Overalls, obwohl sie sich von der Bürokleidung unterscheiden, immer noch dem Farbschema der Büroangestellten, während die weißen Overalls in der Garage, in die nur wenig Licht einfällt und in der die Bandmitglieder schwarz gekleidet sind, hervorstechen. Im Musikvideo zu Arson trug j-hope ausschließlich weiße Overalls, die eine perfekte Kulisse für die Flecken der von ihm entfachten Brände bildeten, die seine brennende Leidenschaft für seine Musik symbolisieren.


Es gibt zwei Ideen, von denen sich j-hope für das Thema des Albums inspirieren ließ. Die erste und offensichtliche ist das Spielzeug Jack-in-the-Box. Die in der Popkultur weit verbreitete Legende begann damit, dass ein Priester namens Sir John Schorne einen Teufel in einen Stiefel trieb, damit dieser ihm gehorchte. In der französischen Geschichte wird der Titel als „Diable en boîte“ übersetzt, was so viel wie „Teufel in der Schachtel“ bedeutet. Der Jack-in-the-Box war ein dunkles Gefäß, in dem Dämonen eingefangen wurden und das die Kinder davon abhielt, es zu öffnen, damit die Dämonen darin nicht freikamen. Aber sie waren auch eine Quelle der Heiterkeit, die ihren Ursprung darin hat, dass ein Prinz einen Jack-in-the-Box bekam. Seitdem verschenken viele Eltern dieses Spielzeug an ihre Kinder, die dann freudig überrascht sind, wenn ein traditioneller Auguste-Clown aus der Schachtel hervorschießt.


Die andere Idee, von der j-hope inspiriert wurde, war die Büchse der Pandora. In der griechischen Mythologie öffnete Pandora eine Büchse und ließ alle Übel in die Welt, aber als sie die Büchse wieder schließen konnte, blieb nur noch die Hoffnung übrig. Dieser Mythos inspirierte Jung Hoseok dazu, seinen Künstlernamen j-hope anzunehmen, und war auch die Inspiration für einen der Songs des Albums, Pandora's Box. Mit diesen beiden Konzepten schuf j-hope diese Geschichte, um der Welt eine verborgene Seite von sich zu zeigen, die er in der Büchse der Pandora aufbewahrt hatte, aber nun die Gelegenheit hat zu zeigen, wenn er aus seiner sprichwörtlichen Büchse springt.

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Jack In The Box war ein unterhaltsames, verspieltes und düsteres Album, das eine andere Seite von j-hope erkundete; eine, die nicht viele Leute gesehen hatten, die aber ein wesentlicher Teil dessen ist, was er ist. Seine Herangehensweise an die Themen war gut gewählt, von der Verwendung der Symbolik bis hin zur Farbwahl, was das Album so vielschichtig und unerwartet wie einen Jack-in-the-Box macht.


Verfasst von: Rei

Editiert von: Lisa K

Gestaltet von: ThornToHisRose

Übersetzt von: Cece

Übersetzung editiert von: Lenamania & Sara


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