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BTS- & ARMY-PRIDE: LGBTQIA+ UNTERSTÜTZUNG UND FAN-PLATTFORMEN

Es braucht nur ein paar Mausklicks, um einen LGBTQIA+ ARMY-Account in den sozialen Medien zu finden. Tribute an die Vielfalt der Geschlechterausdrücke, Liebe und Gemeinschaft haben viele Gesichter ‒ von Accounts, die BTS-Fotos bearbeiten, um Pride-Flaggen einzufügen, hin zu sicheren Rückzugsorten für nicht-cis-ARMYs (ARMYs, die sich als ein anderes Geschlecht identifizieren als jenes, das ihnen bei Geburt zugewiesen worden ist). In einem Zensus von 2019 identifizierten sich von über 1000 ARMYs fast 40 % der Teilnehmenden als nicht heterosexuell. Wie sind BTS zu so einem Leuchtfeuer für LGBTQIA+ Fans geworden und wieso ist das wichtig für alle ARMYs?


BTS als Beschützer von LGBTQIA+


Als eine Gruppe, deren Ziel es immer war, sich gegen die „Kugeln” der „Unterdrückung, Stereotypen und Vorurteile” „auszusprechen”, blieben Ungleichheit und Diskrimination immer zentrale Themen in BTS’ Musik und Plattform als Prominente. BTS unterstützen gleichgeschlechtliche Ehen seit 2013 mit Same Love von Macklemore und Ryan Lewis, deren Text ‒ wie RM auf Twitter verkündete ‒ „doppelt so gut” ist, nachdem er herausgefunden hatte, dass es um Gleichstellung der Ehe geht. Im Laufe der Jahre haben BTS ausdrücklich die Rechte zur gleichgeschlechtlichen Ehe und queere Künstler:innen in vielen verschiedenen Medien und die LGBTQIA+ Gemeinschaft in ihren Modeentscheidungen unterstützt.


Darüber hinaus haben BTS es „ARMY erlaubt, Queerness in ihrer Kunst zu erkennen”, auf Wegen, die über die öffentlichen Aktionen von Allyship hinausgehen, wie es ein:e queere:r ARMY schrieb. Einiges davon war explizit, am auffälligsten in den geschlechtsneutralen Texten der Love Yourself-Alben und SUGAs queer-integrierenden Texten in Cypher Pt. 3. Gleichzeitig wurden einige Songs auch von der Queer-Gemeinschaft beansprucht; Stigma ist zum Beispiel „zu einem symbolischen Song für viele Fans über das Entdecken der eigenen unterdrückten Sexualität geworden” und Jimins Filter-Performance während MOTS ON:E wurde als eine wichtige „Repräsentation von Geschlechter-Fluidität und Experimentieren gefeiert.”


BTS drücken ihre Liebe und Unterstützung für queere Fans auch aktiv in allen Aspekten ihrer Arbeit aus. Alle BT21-Charaktere, die von den Mitgliedern designt wurden, sind absichtlich geschlechtsneutral, wie auch die Kleidung in ihrer Nordstrom-Kollektion. Man sieht oft mehrere Mitglieder während eines Konzerts eine Pride-Flagge anlächeln und ein besonders erinnerungswürdiger Account von einem trans-männlichen Fan zeigte j-hope, der den Fan nach seinem gewählten Namen bei einem Fansign fragte.


Queer wie in „Speak Yourself


BTS wurden sowohl von Koreaner:innen wie auch westlichen Personen für „schwules” oder „Mädchen-ähnliches” Aussehen wegen ihres Make-ups und ihres Modestils kritisiert. Diese Ausdrücke wurden mehr als Beleidigungen statt als Indikatoren für eine persönliche Identität und Ausdruck benutzt (BTS haben nie Gerüchte zu Beziehungen bestätigt, noch ihre Sexualität direkt angesprochen). In Amerika ist das Kritisieren von BTS’ Femininität zum Beispiel stark mit einer langen Tradition verbunden, asiatische männliche Kleidung und Erscheinung zu „feminisieren”, um rassistische Unterdrückung auszuleben.


Infolgedessen können wir BTS von einem Standpunkt der sozialen Gerechtigkeit aus als einen Teil der größeren queeren Kultur und Bewegung ansehen. Wie die berühmte Aktivistin und Autorin bell hooks einmal schrieb, Queerness dreht sich nicht nur darum, mit wem man intim ist, „sondern queer ist das Selbst, das mit allem um sich herum uneins ist und das einen Platz zum Sprechen, Gedeihen und Leben finden muss.” BTS fordern Diskrimination heraus, indem sie sich dafür einsetzen, dass man tragen sollte „was immer man möchte, ohne Rücksicht auf das Geschlecht” oder die Sexualität, und bleiben ihrer Art des Ausdrucks, Stils und Performance treu (siehe kürzliche Vogue-Cover und die 2021 Louis Vuitton Fashion Show).


LGBTQIA+ ARMY-Kultur


BTS werden oft als eine „Boyband” bezeichnet, ähnlich wie One Direction oder die Beatles. Diese Charakterisierung spielt eine große Rolle darin, zu suggerieren, dass die Popularität der Band von einer Fangemeinde angetrieben wird, die aus „fünfzehnjährigen Mädchen” besteht, die BTS aufgrund von heterosexueller Anziehung hysterisch anbeten. Viele Menschen aller sexuellen und geschlechtlichen Identitäten finden BTS attraktiv; allerdings fungiert dieses Narrativ ‒ das so viel andere Vielfältigkeit im Fandom abflacht ‒ auch, um BTS’ weite und motivierte queere Fanbase zu marginalisieren.


Durch das Entwickeln von Beziehungen mit anderen Fans, dem Erfüllen von Inhalten wie Musikvideos mit „neuem Leben”, wenn Nutzer:innen neue Inhalte kreieren, und dem Unterstützen von Künstler:innen, haben LGBTQIA+ ARMYs eine solide und bekräftigende queere Subkultur geschaffen, die eine wichtige Plattform für das Erkunden von persönlichen Identitäten und der Unterstützung untereinander bietet. Fröhliche und in gewisser Weise spezifische Subkulturen sind entstanden, wie etwa Lesben, die ihre Liebe zu Jin mit Videoedits, zahlreichen Schildern und Twitterumfragen ausdrücken. Zusätzlich haben ARMYs aller Sexualitäten und Geschlechter tausende Dollar gesammelt, um bedürftiger LGBTQIA+ Jugend zu helfen.


Ich habe dich, du hast mich


BTS unterstützen konsequent die LGBTQIA+ Gemeinschaft durch das Erschaffen von miteinbeziehender Musik, den Identitätsausdrücken ihrer Fans und durch ihre eigene Position, geschlechtliche und rassistische Stereotypen zu hinterfragen. Als Folge davon machen LGBTQIA+ ARMYs einen beträchtlichen Teil des Fandoms aus, das oft wichtige und bestärkende Gemeinschaftsbereiche schafft, die auf einer gemeinsamen Liebe zu BTS basieren. Wie die Jungs sollten wir weiterhin LGBTQIA+ ARMYs unterstützen und uns mit Aufklärung, Befürwortung und Verbundenheit für sie einsetzen.


Hinweis: Dieser Artikel wurde von einem:r queer und geschlechtlich nicht binären ARMY geschrieben. Diese Ansichten zeigen die Erfahrungen dieser Person im Fandom und sind nicht als eine Pauschalaussage für alle Mitglieder der vielfältigen LGBTQIA+ Gemeinschaft aufzufassen.


Verfasst von: Mariko

Editiert von: Lisa

Gestaltet von: Nico

Übersetzt von: Sara

Übersetzung editiert von: Anpanman & Lenamania


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